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Netzwerk Flüchtlingshilfe Schiffweiler

Seit 2014 hat die Zahl der Geflüchteten in der Gemeinde Schiffweiler rapide zugenommen. Dabei handelt es sich überwiegend um Menschen aus Syrien, aber auch aus dem Iran und Afghanistan. Auch viele UkrainerInnen haben mittlerweile hier eine Bleibe gefunden. Es wurde dringend erforderlich, dass auch außerhalb der offiziellen Institutionen diese Menschen unterstützt werden und ihre Integration erleichtert wird.
Das Motto dabei sollte "Hilfe zur Selbsthilfe" sein. Die Kirchen in der Gemeinde und auch Einzelpersonen haben dazu bereits 2014 erste Aktivitäten gestartet. Im Juni 2015 hat sich das Netzwerk Flüchtlingshilfe Schiffweiler gebildet, das das Unterstützungsangebot ausweiten wollte. In den Räumlichkeiten des Katholischen Pfarrheims in  Landsweiler-Reden gibt es seit dem regelmäßige Angebote für Geflüchtete. 

Seit der Gründung des Netzwerks sind einige Jahre vergangen. Viele der Geflüchteten haben sich in unserer Gemeinde integriert und hier ein Zuhause gefunden. Das Netzwerk begleitet und unterstützt sie bei Bedarf weiterhin in ihren Anliegen vor allem bei Behördenangelegenheiten und dort, wo sprachliche Barrieren die Bewältigung des Alltags erschweren.

Begegnungscafé

Seit Dienstag, 26. Juli 2022 öffneten wir einmal pro Woche von 15:00-17:30 Uhr die Türen des Katholischen Pfarrheims in Landsweiler-Reden für die Menschen, die aus der Ukraine zu uns kamen um dem Krieg in ihrem Heimatland zu entfliehen. Alle haben in den unterschiedlichsten Weisen Traumatisierungen erfahren, müssen sich hier in einem fremden Land mit einer fremden Sprache zurechtfinden, versuchen vorübergehend (so ist die große Hoffnung) hier zu (über)leben, in dem bangen Bewusstsein, dass sie zu Hause liebe Menschen in Angst vor Krieg, Terror und Tod zurückgelassen haben.

Da ist es sehr hilfreich über das Erlebte zu sprechen, es ‚sich von der Seele zu reden‘. Wir wollten dazu einen Raum geben.

Dabei ging es in erster Linie um eine Begegnung der ukrainischen Menschen, die hier leben, untereinander. Sie haben Ähnliches erlebt und es ist wichtig, dass sie darüber und auch ihre Probleme hier vor Ort miteinander in ihrer Sprache sprechen können. Natürlich sollte es ihnen auch möglich sein, sich in ihren Fragen und Anliegen an die MitarbeiterInnen des Begegnungscafés zu wenden.

Auf Wunsch der BesucherInnen gab zwischenzeitlich es einen kleinen internen Sprachkurs, der Unterstützung in der Alltagsbewältigung geben sollte.

Mittlerweile sind viele der UkrainerInnen hier bei uns integriert, haben die Sprache erlernt und eine Arbeit gefunden. Aus diesem Grund ist das Begegnungscafe nach einer Sommerpause nur noch am 1. Dienstag im Monat geöffnet.

Ansprechpartnerin

Brigitte Philippi

Gemeindereferentin