Zum Inhalt springen

Das Netzwerk Flüchtlingshilfe Schiffweiler schließt die Pforten

Viel haben wir in den vergangenen 14 Jahren geleistet und erreicht!

Wir waren Ansprechpartner*innen für Geflüchtete aus verschiedenen Ländern und konnten konkrete, praktische Hilfestellung leisten. Wir unterstützten bei Antragstellungen, begleiteten zu Behördengängen und Arztbesuchen und vermittelten bei Problemen, die durch Verständigungsschwierigkeiten oder soziokulturelle Unterschiede entstanden.

Wir boten Alphabetisierungs- und Sprachkurse an, machten uns gemeinsam auf Wohnungssuche und organisierten Mobiliar sowie alles, was an Alltagsgegenständen zu einem gelingenden Leben gehört. Außerdem öffneten wir unsere Räumlichkeiten für Begegnungsfeste mit Menschen aus Schiffweiler und für Begegnungen der Geflüchteten untereinander.

Viele Menschen aus unserer Gemeinde Schiffweiler brachten sich mit ganz unterschiedlichem Know-how und großem Engagement ein. Sie alle verband ein gemeinsames Ziel: den Geflüchteten nach den vielen Kriegserfahrungen und Traumatisierungen, die sie in ihrer Heimat und auf der Flucht erlebt hatten, das Ankommen hier zu ermöglichen. Sie sollten in einem geschützten Raum zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen können.

Mittlerweile dürfen wir erleben, dass die allermeisten Besucher*innen des Netzwerkes ihren Weg hier gefunden haben und unsere Hilfe nicht mehr benötigen. Deshalb haben wir uns entschieden, unsere Tätigkeit einzustellen.

Ein ganz großes Dankeschön gilt den vielen Frauen und Männern, die sich alle ehrenamtlich im Netzwerk Flüchtlingshilfe Schiffweiler eingebracht haben. Ohne sie wären eine so wertvolle Unterstützung und Begleitung nicht möglich gewesen. Ihnen allen ein herzliches „Vergelt’s Gott“!

Hilfsangebote für Geflüchtete gibt es natürlich weiterhin bei karitativen Einrichtungen wie der Caritas, dem Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer sowie der Diakonie in Neunkirchen.

Wenn Sie Unterstützung anbieten möchten – sei es durch Ihre Zeit, durch Spenden oder Sachleistungen –, wenden Sie sich gerne an diese Einrichtungen.

 

Netzwerk Flüchtlingshilfe Schiffweiler

Seit 2014 hat die Zahl der Geflüchteten in der Gemeinde Schiffweiler rapide zugenommen. Dabei handelt es sich überwiegend um Menschen aus Syrien, aber auch aus dem Iran und Afghanistan. Auch viele UkrainerInnen haben mittlerweile hier eine Bleibe gefunden. Es wurde dringend erforderlich, dass auch außerhalb der offiziellen Institutionen diese Menschen unterstützt werden und ihre Integration erleichtert wird.
Das Motto dabei sollte "Hilfe zur Selbsthilfe" sein. Die Kirchen in der Gemeinde und auch Einzelpersonen haben dazu bereits 2014 erste Aktivitäten gestartet. Im Juni 2015 hat sich das Netzwerk Flüchtlingshilfe Schiffweiler gebildet, das das Unterstützungsangebot ausweiten wollte. In den Räumlichkeiten des Katholischen Pfarrheims in  Landsweiler-Reden gibt es seit dem regelmäßige Angebote für Geflüchtete. 

Seit der Gründung des Netzwerks sind einige Jahre vergangen. Viele der Geflüchteten haben sich in unserer Gemeinde integriert und hier ein Zuhause gefunden. Das Netzwerk begleitet und unterstützt sie bei Bedarf weiterhin in ihren Anliegen vor allem bei Behördenangelegenheiten und dort, wo sprachliche Barrieren die Bewältigung des Alltags erschweren.

Begegnungscafé

Seit Dienstag, 26. Juli 2022 öffneten wir einmal pro Woche von 15:00-17:30 Uhr die Türen des Katholischen Pfarrheims in Landsweiler-Reden für die Menschen, die aus der Ukraine zu uns kamen um dem Krieg in ihrem Heimatland zu entfliehen. Alle haben in den unterschiedlichsten Weisen Traumatisierungen erfahren, müssen sich hier in einem fremden Land mit einer fremden Sprache zurechtfinden, versuchen vorübergehend (so ist die große Hoffnung) hier zu (über)leben, in dem bangen Bewusstsein, dass sie zu Hause liebe Menschen in Angst vor Krieg, Terror und Tod zurückgelassen haben.

Da ist es sehr hilfreich über das Erlebte zu sprechen, es ‚sich von der Seele zu reden‘. Wir wollten dazu einen Raum geben.

Dabei ging es in erster Linie um eine Begegnung der ukrainischen Menschen, die hier leben, untereinander. Sie haben Ähnliches erlebt und es ist wichtig, dass sie darüber und auch ihre Probleme hier vor Ort miteinander in ihrer Sprache sprechen können. Natürlich sollte es ihnen auch möglich sein, sich in ihren Fragen und Anliegen an die MitarbeiterInnen des Begegnungscafés zu wenden.

Auf Wunsch der BesucherInnen gab zwischenzeitlich es einen kleinen internen Sprachkurs, der Unterstützung in der Alltagsbewältigung geben sollte.